Hundwil

Die kleine Landgemeinde Hundwil stand 2009 vor der Aufgabe, ihr Pfarramt, dessen reglementarische Lohnkosten sie nicht mehr zu hundert Prozent zahlen konnten, so zu besetzen, dass das bescheidene, aber innerlich intensive und hingebungsvolle Gemeindegeben weiter wachsen könne. Lebenserfahrene Verantwortungsträger hatten den Mut, einen Berufungsbrief nach Basel zu schicken.

Seit langem fahren viele Bewohner der Streusiedlung am Sonntag zum Gottesdienst in eine der zahlreichen Freikirchen der Region. Doch eine treue Schar ist dankbar für den Dienst in ihrem Gotteshaus, im Unterricht und im Kampf gegen alltäglichen Hader und tödliche Schwermut.

Von der Sonntagsschule bis zum Konfirmationsunterricht boten Schulstunden die Möglichkeit, die Kinder des Dorfes zu schulen, mit ihnen die Psalmen zu beten und die Lieder des Glaubens zu lernen und dies an Familiengottesdiensten in die Gemeinde zu tragen. So findet das Evangelium in den Bauernhöfen, auf den Alpen, in den Werkstätten und in den Häusern der Pendler weiterhin seine unscheinbare, tiefe Resonanz, die je wieder Menschen aus unterschiedlichen Lebensaufgaben zusammenführt.

Es gilt, ein reiches geschichtliches Erbe zu kultivieren, dass es in je wieder neuen Formen seine Früchte trägt.

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